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Methode · PresseBox · 2021

Durch Mehrwertanalyse verborgene Potenziale entdecken

Wie sieht eine Prozessanalyse von innen aus? Dieser Bericht beschreibt die Methode, mit der ich damals gearbeitet habe — Interview-Workshop, Ist-Soll-Analyse, Handlungsempfehlung. Das Vorgehen hat sich seitdem kaum geändert.

Worum es geht

Der erste Tag beim Kunden besteht nur aus Zuhören. Verschiedene Sessions, verschiedene Gesprächspartner, quer durch die Abteilungen — Fachliches, Technisches, Ziele, und vor allem die Abläufe, die über mehrere Bereiche gehen. Am Ende steht kein einheitliches Bild, sondern ein heterogenes. Genau das ist der Punkt: Wo sich die Schilderungen unterscheiden, liegt meistens das Problem.

Und dieses Problem ist selten die Software. Es sind die Übergänge zwischen Abteilungen und Systemen, die nicht sauber greifen. Deshalb gehört zur Analyse auch, zwischen Bereichen zu vermitteln und Dinge offen anzusprechen, die sonst niemand anspricht. Allein das verbessert manchmal schon Abläufe, bevor irgendetwas umgesetzt wird.

Der zweite Teil der Arbeit ist unsichtbar und dauert genauso lange wie die Interviews: vom Problem aus die Prozesskette zurückverfolgen, bis klar ist, wo sie anfängt. Erst wenn der Ist-Stand steht, lässt sich ein Ziel formulieren, das mehr ist als ein Wunsch.

In der Abschlusspräsentation passiert dann fast immer dasselbe. Jemand aus der Geschäftsführung fragt bei einem Mitarbeiter nach, ob ein Ablauf wirklich so läuft, wie er gerade beschrieben wurde. Und bekommt eine Antwort, mit der er nicht gerechnet hat. Dieser Moment ist der eigentliche Ertrag der Analyse — nicht die Folien.

Was sich seit 2021 geändert hat: Ich mache das heute unabhängig von einem Softwareanbieter. Das Vorgehen ist dasselbe geblieben.

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