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Projektbericht · MaschinenMarkt · 2016

Softwarelandschaft wird zukunftsfähig

Ein Schaltanlagenhersteller wechselt nach zwanzig Jahren von 2D-CAD auf eine durchgängige PLM-Landschaft. Der Bericht ist nicht von mir — ich stand damals auf der Umsetzungsseite. Er zeigt gut, woran solche Umstellungen wirklich hängen.

Worum es geht

Bemerkenswert an dem Projekt ist die Reihenfolge. Das Unternehmen hat nicht mit der Systemauswahl angefangen, sondern mit einem Projektteam, das erst die eigenen Anforderungen aufgenommen hat. Die Kriterien, nach denen danach ausgewählt wurde, drehten sich fast alle um Übergänge: Schnittstellen, Anbindung der Fertigung, Workflow in der Konstruktion, Konfiguration. Nur eines um Funktionsumfang.

Das ist die Sortierung, die ich für richtig halte — und sie ist auch der Grund, warum am Ende nicht mehr viele Anbieter übrig blieben. Wer nach Featurelisten sucht, hat die Auswahl unter Dutzenden. Wer nach jemandem sucht, der die Fertigung tatsächlich angebunden bekommt, unter wenigen.

Der zweite Punkt: Der entscheidende Baustein war am Ende kein CAD-Feature, sondern ein Werkzeug zur Automatisierung wiederkehrender Aufgaben — PDF-Erzeugung, Schnittstellen, Druckaufträge. Also genau die Handgriffe zwischen den Systemen, die in keiner Aufwandsschätzung auftauchen.

Zehn Jahre später sind die Systeme andere. Die Frage ist dieselbe geblieben.

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